Osteuropäische Wertschöpfung

Die 1945 gegründete NOVOPLAST AG ist spezialisiert auf präzise Kunststofflösungen. Im Zuge der Globalisierung und eines Ausbaus des Produktionsvolumens gründete das Wallbacher Familienunternehmen 1996 ein zusätzliches Produktionswerk im ungarischen Iharosberény.

Das schnelle Wachstum nach der Gründung des Familienunternehmens 1945 erforderte einen stetigen Ausbau der Produktionsfläche. Im Laufe der Jahre expandierte die Firma NOVOPLAST weiter. Die Märkte veränderten sich rasant, und durch die Globalisierung wuchs der Konkurrenzdruck. Insbesondere bei Produktionsprozessen mit hohem Manpower-Anteil wurde auch der Kostendruck in der Fertigung immer grösser.

So entschlossen sich die Firmenverantwortlichen 1996 für die Gründung eines zusätzlichen Produktionswerks in Ungarn. Nebst der steten Automatisierung der Extrusionsverfahren in Wallbach wurde der Spritzguss an beiden Standorten zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit vorangetrieben.

Von sechs zu sechzig Mitarbeitenden
Wie Markus Zumsteg, Leiter Finance & Human Resources, berichtet, waren zu den Anfangszeiten sechs Personen im Werk in Ungarn tätig. Unter anderem war es der «Franken-Schock» von 2015, der einen noch stärkeren Kostendruck auslöste. «Dann haben wir die Produktion in Ungarn stark forciert», erklärt Markus Zumsteg.

Heute beschäftigt die Firma NOVOPLAST 130 Mitarbeitende, 60 davon in Ungarn. In beiden Werken werden jährlich 1100 Tonnen Kunststoffmaterialien für Märkte wie Apparatebau, Medizinaltechnik, Bauwesen sowie Sanitär-/Trinkwasser-Anwendungen verarbeitet.

«Essenziell für die Entwicklung der Firma»
«Unser Werk in Ungarn ist essenziell für die Entwicklung der Firma», betont CEO Marc Mollenkopf und fährt fort: «Im Zuge der Globalisierung ist ein Standort im mitteleuropäischen Raum dringend notwendig. Wir orientieren uns an einem weiteren Ausbau dieses Standorts.»

Die langjährigen lokalen Mitarbeitenden im Werk im ungarischen Iharosberény werden laufend durch ihre Schweizer Kollegen geschult. Durch die enge Vernetzung und Automatisierung zwischen den Werken in Ungarn und in der Schweiz wird eine hohe Prozesssicherheit erreicht. «Die Kommunikation funktioniert gut. Auch aus kultureller Sicht verstehen sich die ungarischen und die Schweizer Mitarbeitenden sehr gut», erklärt Marc Mollenkopf.

Hilfreich für einen reibungslos funktionierenden Austausch zwischen den beiden Werken ist auch die Digitalisierung. «Wir setzen modernste Mittel in der Kommunikation und Wissensvermittlung ein. So fördern wir unsere Resilienz durch hohe Flexibilität und Geschwindigkeit. Auch in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld», so Mollenkopf.

Wettbewerbsfähigkeit und vereinfachter Handel mit EU-Ländern
Das Produktionswerk in Ungarn verhilft der NOVOPLAST AG nicht nur zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit. Wie Marc Mollenkopf und Markus Zumsteg erklären, gibt es weitere Vorteile: «Unser Standort in Ungarn erleichtert uns den Handel und die Logistik mit Kunden aus EU-Ländern.» Sowohl in der Schweiz als auch in Ungarn sind Menschen am Werk, die das 76-jährige Familienunternehmen vorwärtsbringen wollen. Die NOVOPLAST AG ist mit seinen beiden Standorten gut aufgestellt und bereit, sich auch in Zukunft auf einem anspruchsvollen Markt zu behaupten und zu entwickeln.

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