Als Teil der Verpackung begegnet uns die Etikette beim Gang durch den Supermarkt auf Schritt und Tritt und zieht sich wie ein roter Faden durch die Verkaufsflächen. Das Etikett als Produktdekoration und Informationsgeber ist auf den Waren des täglichen Bedarfs eine Selbstverständlichkeit und als Produktkennzeichnung nicht mehr wegzudenken. Marken wären ohne Etiketten nicht erkennbar, so zum Beispiel das allseits bekannte Ketchup im Lebensmittelregal, das Haarshampoo bei den Körperpflegeprodukten oder die Banderole, in welche die PET-Limonadenflasche gewickelt ist. All diese Etiketten und vieles mehr können auf Gallus-Druckmaschinen aus der Ostschweiz produziert werden. Es werden aber auch Kunststofflaminate, aus denen Tuben gefertigt werden, Folien für Standbeutel und Sachets und auch die Ummantelungen von z. B. Haushaltsreinigern, sogenannte Shrink-Sleeves, mit diesen Maschinen bedruckt und veredelt.

Sieht man sich diese Etiketten genauer an, dann fällt auf, dass hinter einem raffinierten, verführerischen Design sehr viel Technik steckt, um solche verkaufsfördernde Effekte zu erhalten. Beim Wein zum Beispiel soll das Etikett besonders auffallen, um dessen Einzigartigkeit darzustellen. Deshalb sind Weinetiketten, genauso wie auch Spirituosenlabels, häufig sehr hochwertig gestaltet und werden dementsprechend aufwendig produziert. So durchläuft ein solches Weinetikett oft verschiedene Druckprozesse, wird zum Teil geprägt oder auch mit goldener oder silberner Folie veredelt und in vielen Fällen mit einem Lack versehen, der auch haptisch spürbar ist. Hin und wieder besticht das Etikett dann noch durch eine aussergewöhnliche Form, welche die Flasche besonders auffallend erscheinen lässt.

«Etiketten sind Bestandteil der Verpackung, und je nach Wert des Produkts fällt meist auch die Wertigkeit der Verpackung aus. Mit Gallus-Maschinen kann man jegliche Arten von Etiketten fertigen», erläutert Matthias Marx, Leiter Marketing der Gallus-Gruppe und fährt fort: «Unsere Maschinen produzieren Etiketten und Verpackungen im Kombinationsdruck, das heisst, in einer solchen Maschine laufen unterschiedliche Druckverfahren und Prozesse mit hoher Geschwindigkeit hintereinander ab, und am Schluss befinden sich die fertig gestanzten Etiketten auf Rollen, die so vom Abfüller direkt auf seine Anlagen übernommen werden.»

Mit ihren Spezialdruckmaschinen ist die Gallus-Gruppe ein Global Player, exportiert ihre Anlagen in die ganze Welt und geniesst in ihrem Segment den Ruf, der «Mercedes» unter den Rollendruckmaschinen zu sein. Mit Produktionsstätten in St. Gallen und in Langgöns in Hessen / Deutschland ist Gallus ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von konventionellen und digitalen Rollendruckmaschinen. Gallus-Kunden sind spezialisierte Etiketten- und Verpackungsdruckereien, das sind einerseits weltweit agierende Firmengruppen, die Milliardenumsätze verzeichnen, anderseits aber auch mittelständisch strukturierte Unternehmen, die nicht selten inhabergeführt sind.

Ein solches mittelständisches Unternehmen ist die schwedische Etikettendruckerei Nordvalls Etikett AB, die ihren Maschinenpark mit mehreren Gallus-Labelmaster-Maschinen ausgestattet hat. Nordvalls Etikett hat seinen Hauptsitz in Sjöbo in der Region Schonen und zwei weitere Werke, in Bjuv und Nässjö, ebenfalls in Schweden. Dieser Gallus-Kunde stellt hauptsächlich Etiketten für die Lebensmittelindustrie, die Pharmaindustrie und für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte her, ist aber auch für Unternehmen tätig, die Etiketten in den Bereichen Logistik, E-Commerce, Fertigung und Produktion benötigen.

Es gibt viele Druckereien wie Nordvalls, die gleich mehrere Gallus-Maschinen in ihren Produktionshallen betreiben und auf die Profitabilität, Zuverlässigkeit und Präzision dieser Maschinen schwören. «In besonderen Fällen kann so eine Maschine schon mal dreissig bis vierzig Meter lang sein, je nach Kundenanforderung. Wir reihen hier unterschiedliche Druck­verfahren und Veredelungsprozesse aneinander, die elektronisch über direktangetriebene Servomotoren angesteuert werden», erklärt Matthias Marx.

«Mit unseren konventionellen Druckmaschinen, die hauptsächlich mit den Druckverfahren Flexo- oder Offsetdruck betrieben werden und in der Veredelung den Siebdruck, Kalt- und Heiss­folienprägungen sowie das Tiefdruckverfahren nutzen, sind wir weltweit vertreten», führt Matthias Marx weiter aus. «Seit einigen Jahren hat sich auch der Digitaldruck in unserem Markt fest etabliert. Mit der Gallus Labelfire, dem technologisch führenden Maschinensystem im UV-Inkjet-Druck, sind wir in der Lage, unseren Kunden ein digitales Komplettsystem anzubieten. Hardware, Software und Farbsystem kommen aus den Entwicklungsab­teilungen von Gallus und unserer Muttergesellschaft, der Heidelberger Druckmaschinen AG. Die Synergien mit dem Heidelberger Mutterhaus nutzen wir auch im Vertrieb und im Service. Somit sind wir in der Lage, weltweit einen flächendeckenden Kundenservice anzubieten, und unsere Ersatzteile erreichen binnen 48 Stunden jeden unserer Kunden, weltweit».

Ergänzt wird das Gallus-Maschinenprogramm durch ein breites Angebot von Siebdruckplatten (Gallus Screeny), die im nahen Herisau (AR) entwickelt, produziert und vertrieben werden. Gallus beschäftigt rund 280 Mitarbeiter, 152 davon am Hauptsitz in St. Gallen und in Herisau.