PUBLIREPORTAGE Wie Schweizer Unternehmen Teil internationaler Grossprojekte werden Seit Anfang 2026 trägt die SERV die Gesamtverant- wortung für das Mandat Grossinfrastrukturprojekte (GIP) des Bundes. Damit unterstützt sie Schweizer Exportunternehmen gezielt beim Zugang zu interna- tionalen Infrastrukturvorhaben. Christian Hendriks leitet bei der SERV das für das GIP-Mandat zustän dige Team. Er erklärt, wie Schweizer Unternehmen von Marktinformationen, Netzwerken und Finanzierungs- kompetenz profitieren können. Herr Hendriks, wie profitieren Exportunternehmen vom GIP-Mandat? Das GIP-Mandat erleichtert Schweizer Unternehmen den Zugang zu internationalen Grossprojekten. Wir identifizieren frühzeitig Chan- cen, vernetzen relevante Akteure und unterstützen Unternehmen da- bei, sich strategisch in Projekten zu positionieren. Die SERV fun- giert als zentrale Drehscheibe des «Team Switzerland Infrastructure» und koordiniert die Zusammen- arbeit der beteiligten Partner. Christian Hendriks, SERV Welchen Mehrwert schafft die SERV dabei? Im «Team Switzerland Infrastruc- ture» bündeln wir die Stärken der Verbände Swissmem, Swissrail und suisse.ing, der Schweizer Or- ganisation für Exportförderung und Standortpromotion S-GE und verschiedenen Bundesstellen. Un- ternehmen profitieren von verlässlichen Marktinformationen, kurzen Wegen und einem koordinierten Zugang zu internationalen Infrastruk- turvorhaben. Gleichzeitig bietet die SERV mit ihrer Risikoabsicherung zusätzliche Sicherheit – besonders in anspruchsvollen Märkten. Wo sehen Sie aktuell die grössten Chancen für Schweizer Exporteure? Besonders interessant sind Lateinamerika, Asien, Afrika und der Nahe Osten. Dort entstehen zahlreiche Infrastrukturprojekte in Be- reichen wie Energie, Transport und Wasser. Diese Märkte bieten gros- se Chancen, erfordern aber ein gutes Verständnis der lokalen Rah- menbedingungen. Genau dabei unterstützen wir die Unternehmen. Wie unterstützt das «Team Switzerland Infrastructure» Unternehmen beim Marktzugang? Wer frühzeitig von Projekten erfährt, kann sich besser positionieren. Deshalb setzen wir auf unsere Infrastruktur-Expertinnen und -Exper- ten vor Ort. Sie beobachten Projekte, liefern Marktinformationen aus erster Hand und bringen Schweizer Unternehmen mit relevanten An- sprechpartnern zusammen. Ein besonderer Fokus liegt auf internati- onalen Generalunternehmen, sogenannten EPCs, die häufig über die Auswahl ihrer Zulieferer entscheiden. Haben Sie Beispiele, wie Geschäftschancen entstehen können? Wir organisieren Veranstaltungen und Delegationsbesuche, um Schweizer Lösungen sichtbar zu machen. Zudem führen wir Fact-Fin- ding-Missions durch, bei denen Unternehmen vor Ort potenzielle Partner, Investoren oder Behördenvertreter treffen. In Indien konn- ten wir so institutionelle Kontakte aufbauen, aus denen kürzlich ein Auftrag für eine Machbarkeitsstudie entstand. Solche Beispiele zei- gen, wie aus gezielter Vernetzung konkrete Projekte werden. Welche Resultate hat die SERV bereits erzielt? Allein 2025 konnten über das GIP-Netzwerk fünf Grossinfrastruktur- projekte mit einem Gesamtauftragswert von über 500 Millionen Fran- ken realisiert werden. Rund 50 Schweizer Unternehmen waren daran beteiligt. Das zeigt, dass Schweizer Lösungen international gefragt sind und das GIP-Mandat Wirkung entfaltet. Spielt die Finanzierung bei Grossprojekten auch eine Rolle? Die spielt sogar eine zentrale Rolle. Als Exportrisikoversicherung ver- bindet die SERV Marktzugang mit Finanzierungslösungen. Das heisst konkret: Um den Projektzuschlag zu erhalten, muss das EPC-Unter- nehmen häufig attraktive Finanzierungslösungen für den Käufer an- bieten. Mit einer SERV-Versicherung ist das möglich. Die SERV profi- tiert vom AAA Rating der Schweiz. Dank diesem Rating wird das Risi- ko für Kreditgeber deutlich reduziert, was die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Angebote erhöht. Was bedeutet das für Schweizer KMU? Gerade KMU verfügen oft über hochspezialisierte Lösungen, haben aber nicht immer die Ressourcen, um internationale Grossprojek- te eigenständig zu erschliessen. Wir helfen ihnen dabei, Chancen zu identifizieren, Kontakte aufzubauen und Finanzierungshürden zu überwinden. So entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten – unabhän- gig von der Unternehmensgrösse. Welchen Tipp geben Sie Exportunternehmen? Nutzen Sie die Möglichkeiten, die das «Team Switzerland Infrastruc- ture» bietet und kommunizieren Sie klar Ihre konkreten Interessen. Wer sich aktiv einbringt, kann seine Kompetenzen sichtbar machen und wertvolle Kontakte knüpfen. Wir unterstützen Sie dabei. Die Schweizerische Exportrisikoversicherung SERV entschä digt eine versicherte Exporteurin oder eine finanzierende Bank, wenn ein Käufer im Ausland aus politischen oder wirtschaft lichen Gründen nicht zahlen kann oder will. Auch trägt die SERV mit ihren Versicherungen dazu bei, dass Unternehmen für ihre Herstellungskosten Zugang zu Krediten und einer höheren Kreditlimite erhalten. Die SERV ist eine öffentlichrechtliche Anstalt des Bundes und arbeitet eigenwirtschaftlich, das heisst, sie nimmt ihr Geld über risikogerechte Versicherungsprämien ein und ist nicht steuer finanziert. www.servch.com 4 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2026