Chemieproduktion mit internationaler Ausstrahlung
Die Walter Mäder AG steht seit über 90 Jahren für Schweizer Präzision in der Chemieproduktion. Als grösster Produktionsstandort der MÄDER-Gruppe in Killwangen entwickelt und produziert das Unternehmen Industrielacke und Kunstharze für unterschiedlichste Anwendungen – von Infrastruktur über Industrie bis zu spezialisierten technischen Beschichtungen. Rund 70 Prozent der in der Schweiz hergestellten Produkte werden in mehr als 70 Länder exportiert, was die internationale Bedeutung des Standorts unterstreicht und seine Rolle als verlässlicher Lieferant im globalen Markt bestätigt.
Von der Lackfabrik zum modernen Chemieproduzenten
Gegründet wurde das Unternehmen 1931 von Walter Mäder in Ennetbaden unter dem Namen Lackfabrik Walter Mäder. In der wirtschaftlichen Aufbruchphase nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Betrieb rasch mit der steigenden Nachfrage nach Farben, Lacken und Beschichtungen für Industrie und Bau. 1948 erfolgten die Umwandlung in die Walter Mäder AG sowie der Umzug nach Killwangen, wo der Standort bis heute kontinuierlich ausgebaut und modernisiert wurde. Neue Produktionsanlagen, erweiterte Lagerkapazitäten und eine stetige Professionalisierung der Prozesse prägten diese Entwicklung.
In den 1950er- und 1960er-Jahren entwickelte die Walter Mäder AG neben der Lackproduktion auch die Kunstharzproduktion und etablierte damit ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld. Im Jahr 2000 folgte der nächste wichtige Meilenstein: die Übernahme durch einen französischen Konzern, der den Namen MÄDER für die gesamte Gruppe übernahm, um damit insbesondere im deutschen Markt leichter Fuss zu fassen, wo der Name Walter Mäder historisch gut bekannt war.
Produktion als Kernkompetenz
Am Standort Killwangen werden Industrielacke für nahezu alle Anwendungsbereiche entwickelt und hergestellt. Besonders stark ist das Werk im Bereich Railway-Lacke, die hohen technischen, sicherheitsrelevanten und normativen Anforderungen genügen müssen. Diese Produkte kommen weltweit bei Schienenfahrzeugen, Infrastrukturprojekten und spezialisierten Anwendungen zum Einsatz.
Lacke für die Automobilbranche werden hingegen ausschliesslich in den Schwesterwerken in Deutschland und Frankreich produziert, wodurch eine klare Arbeitsteilung innerhalb der MÄDER-Gruppe besteht. Diese Fokussierung ermöglicht es Killwangen, seine Stärken in anderen industriellen Segmenten gezielt auszubauen.
In der Kunstharzproduktion ist Killwangen der leistungsfähigste Standort innerhalb der MÄDER-Gruppe. Besondere Stärken liegen bei nicht brennbaren Harzen, bei denen das Werk technologisch und qualitativ führend ist, sowie bei wasserbasierten, umweltfreundlichen Lacken, die den steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen des Marktes entsprechen.
Logistik als unverzichtbare Unterstützung
Die Logistik am Standort Killwangen ist darauf ausgerichtet, die starke Produktionsleistung zuverlässig in die Welt zu bringen. Sie versteht sich als unterstützende Funktion für die Produktion, ist jedoch unverzichtbar, da ein Chemieproduzent mit Gefahrgut ohne professionelle Logistik nicht international lieferfähig wäre.
Elf spezialisierte Mitarbeitende kümmern sich um Transport, Export und Gefahrgutabwicklung. Sie koordinieren Lieferungen, stellen die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben sicher und arbeiten eng mit Speditionen, Zollbehörden und internen Schnittstellen zusammen. Die Walter Mäder AG erfüllt sämtliche Anforderungen nach ADR, IMDG und IATA und investiert kontinuierlich in Schulungen sowie in klare, robuste Prozesse.
Kooperation innerhalb der MÄDER-Gruppe
Die Walter Mäder AG ist ein eigenständiger, international vernetzter Produktionsstandort innerhalb der MÄDER-Gruppe. Einkauf, Produktionsplanung sowie Management und IT werden gruppenweit abgestimmt, während die operative Fertigung in Killwangen eigenständig erfolgt. Diese Balance aus Autonomie und Vernetzung schafft Flexibilität und Stabilität zugleich.
Der Normalfall ist die Produktion in der Schweiz mit direktem Export in internationale Märkte. Bei Bedarf unterstützen sich die Werke gegenseitig mit Rohstoffen oder Halbfabrikaten, um Lieferfähigkeit und Effizienz sicherzustellen. Mengen werden gebündelt eingekauft, Kapazitäten abgestimmt und Know-how ausgetauscht. So werden Know-how und Ressourcen innerhalb der Gruppe effizient genutzt.
Best-Practice-Zusammenarbeit
Ein anschauliches Beispiel für diese Vernetzung war ein dringender Kundenauftrag, bei dem kein einzelner Standort alle benötigten Rohstoffe verfügbar hatte. Durch koordinierte Beschaffung aus Deutschland und Frankreich sowie Bündelung und Weiterverarbeitung in der Schweiz konnte der Auftrag dennoch erfolgreich und termingerecht umgesetzt werden. Dieses Beispiel zeigt, wie gruppenweite Zusammenarbeit, schnelle Entscheidungswege und pragmatische Lösungen zuverlässige Lieferketten ermöglichen.
Walter Mäder AG innerhalb der MÄDER-Gruppe
Die MÄDER-Gruppe beschäftigt rund 660 Mitarbeitende an acht Produktionsstandorten und zwölf Zentren für Forschung und Entwicklung. Der Standort Killwangen ist der grösste Produktionsstandort der Gruppe und spielt eine zentrale Rolle in Entwicklung, Herstellung und internationaler Distribution. Mit einem hohen Exportanteil trägt die Walter Mäder AG wesentlich zur globalen Präsenz der MÄDER-Gruppe bei.
Ausblick
Die Walter Mäder AG setzt auf weitere Digitalisierung, optimierte Produktionsprozesse und eine noch engere Zusammenarbeit mit den französischen Werken. Ziel ist es, Innovation, Nachhaltigkeit und Lieferfähigkeit weiter zu stärken und den Standort Killwangen langfristig als Kompetenzzentrum für Lacke und Kunstharze auszubauen.













































