Sieben Trends, die 2026 die Industrie prägen

2026 steht die Fertigungsindustrie an einem Wendepunkt: Technologien entwickeln sich rasant, Vorschriften werden komplexer, Kunden fordern mehr Transparenz und Flexibilität. Unternehmen, die gewinnen wollen, brauchen verlässliche Daten. Nur wer Informationen konsistent nutzt, kann künstliche Intelligenz (KI) wirksam einsetzen, regulatorische Vorgaben erfüllen und widerstandsfähige Lieferketten aufbauen. Hier sind sieben Trends, welche die Industrie dieses Jahr prägen werden.

1. Daten als Grundlage für Transformation

Saubere, verifizierte Daten sind das Rückgrat operativer Exzellenz. Dennoch fühlen sich nur 36 Prozent der Hersteller sicher im Umgang damit, 44 Prozent berichten von gescheiterten KI Projekten aufgrund schlechter Datenqualität, und 51 Prozent leiden unter Dubletten und Silos. Nur ein Drittel investiert in integrierte Datenplattformen. Wer jetzt in Qualität, Governance und Harmonisierung investiert, schafft die Basis für vorausschauende Wartung, Szenarioplanung und Echtzeitrisikoanalysen.

2. KI unterstützt menschliche Expertise

KI verändert Produktionsabläufe und ermöglicht Transparenz über finanzielle, ESG , Cyber  und geopolitische Risiken. Fehlerhafte Daten verzerren Modelle und Entscheidungen. Hersteller sollten KI Einführung und Datenqualität parallel vorantreiben. So entsteht ein Zusammenspiel, bei dem KI-Routineaufgaben automatisiert und Teams von reaktivem Handeln zu strategischer Planung übergehen.

3. Regulatorische Komplexität nimmt zu

Regulatorik ist für ein Drittel der Führungskräfte die grösste Herausforderung. EU Green Deal, CSRD, Digital Product Passport, KI Gesetz, Cyber Regeln und Exportkontrollen erhöhen Tempo und Druck. Harmonisierte, prüfbare Daten werden essenziell, um Herkunft, ESG Kennzahlen und Compliance gegenüber Lieferanten zuverlässig nachzuweisen.

4. Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten

Geopolitik und Handelsspannungen verstärken Near­shoring Tendenzen. Transparenz über Tier 1 hinaus wird entscheidend, doch nur 18 Prozent überwachen Compliance über Tier 3 Strukturen. Analytik für Szenariotests, Risikomodelle und schnelle Reaktionen stärken die Agilität und machen Lieferketten widerstandsfähiger gegen Schocks.

5. Neue Kundenerwartungen

Kunden verlangen Anpassung, Geschwindigkeit, Nachhaltigkeit und klare Herkunftsnachweise. Nur 11 Prozent der Hersteller überwachen ihre gesamte Lieferkette, 70 Prozent finden kaum alternative Lieferanten aufgrund mangelhafter Daten. Erfolgreich sind jene, die Sichtbarkeitslücken schliessen und Echtzeiteinblicke liefern.

6. Finanzielle Risiken rücken in den Fokus

Makroökonomische Unsicherheit erhöht Ausfall  und Insolvenzrisiken entlang der Lieferkette. Bei Nettomargen von 10 Prozent kann ein Zahlungsausfall enorme Verluste verursachen. Proaktive Bonitätsprüfungen, kontinuierliches Monitoring, Factoring, Lieferkettenfinanzierung und digitale Forderungen werden zentral, um die Liquidität zu sichern.

7. Der Talentfaktor entscheidet

Die Automatisierung nimmt zu, doch 34 Prozent der Hersteller arbeiten weiterhin manuell. 2026 steigt der Bedarf an Fähigkeiten in Analytics, Governance und KI. Unternehmen, die ihre Teams gezielt weiterentwickeln, steigern ihre Effizienz, nutzen datenbasierte Werkzeuge besser und entlasten Fachkräfte